Bali Indonesien

Bali von A bis Z. Und warum es auf keiner Indonesienreise fehlen darf

In Reisen by shavethewhales30 Comments

Bali, dachte ich, sei ein Ort der Flitterwochen, der Touristenmassen und der Kitschpostkartenromantik. Da will ich nicht hin, das lass ich aus, beschloss ich. Lieber ins authentische Indonesien. Es wäre der größte Fehler dieser Reise gewesen. Denn so interessant das restliche Indonesien ist, so anstrengend ist es auch. Und dann kommt Bali mit seiner Ruhe daher, mit den schön gemachten Hotels, seinen Gärten voller Blumen und seiner Detailverliebheit. Alles, was ihr beachten müsst, hab ich euch hier zusammengestellt

Affen: reichlich vorhanden. Einmal im Affenwald direkt in Ubud und für die, die es umtouristischer mögen, im Affenwald Sangeh 25km entfernt von Ubud. Beide Affenwälder kosten 35.000 Rupien Eintritt (ca. 2,20 Euro)

monkey forest sangeh

Anreise: Am günstigsten, wenn man nach Kuala Lumpur fliegt (etwa 500 Euro mit Emirates oder Etihad) und dann mit Air Asia oder Tiger Airways weiter nach Denpasar (ca. 50 Euro). Bei der Abreise muss man an jedem indonesischen Flughafen Airport Tax zahlen 200.000 Rupien (ca. 13 Euro) für internationale Flüge, 40.000 Rupien für nationale (ca. 2,50 Euro)

Englisch: Wird in Ubud überall gesprochen. In Denpasar wird´s schon schwierig, als wir nachts ein Hotel gesucht haben, konnten die meisten Rezeptionisten nur Indonesisch. Also Wörterbuch mitnehmen!

Essen: Zauberhafte Restaurants, in denen man auch nach dem Essen noch stundenlang sitzenbleiben will. Viel Auswahl, in Ubud bekommt man sogar Vollkornbrot und Joghurt. Ich habe mich nach 3 Wochen Nasi Goreng sehr über internationales Essen gefreut. (Sorry, Indonesien aber für Vegetarier ist deine heimische Küche wenig beeindruckend.)

restaurant ubudCafé Ubud

Geld: Hohe Geldautomatendichte, nirgendwo Probleme gehabt. Bali ist zwar touristischer, aber nicht teurer als andere indonesische Inseln.

Ganesha: Hindugott in Elefantengestalt. Seiner Statue wird jeden Tag ein neuer Rock umgebunden. Meist sitzt neben seiner Statue irgendwo eine Steinmaus. Das ist Ganeshas Reittier. Als Symbol dafür, dass die Großen immer die Unterstützung der Kleinen brauchen.

Ganesha statue Bali

Hinduismus: Bali ist die Ausnahme im sonst sehr muslimisch geprägten Indonesien. Das ist sehr angenehm, weil man nicht mitten in der Nacht von den Moscheen aufwacht und nicht schief angeguckt wird, wenn man in einem Sommerkleid rumläuft.

Jatiluwih: Balis berühmteste Reisterasse. Schön, kann man aber getrost weglassen, wenn man schon auf Sulawesi oder Flores Reisterassen gesehen hat. Etwa 40 km von Ubud entfernt.

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Lächeln: Balinesen scheinen sehr glückliche, ausgeglichene Menschen zu sein. Vielleicht liegt das daran, dass es ihnen wirtschaftlich so viel besser geht als dem restlichen Land. Oder daran, dass es hier so schön ist?

Lächeln Bali

Legong: Traditioneller balinesischer Tanz. Aufwändige Kostüme und Kulisse, stark geschminkte Frauen mit üppiger Kopfbedeckung, die sehr grazil ihre Hände bewegen. Gibt es nur in Ubud, wird abends in mehreren Tempeln der Stadt aufgeführt. Lauf einfach die Monkey Forest Road runter, dort verkauft immer jemand Tanzshow Tickets. Kostet etwa 5 Euro Eintritt, war aber eines meiner Bali-Highlights.

legong tanz ubudlegong ubud

Luwakkaffee: Der teuerste Kaffee der Welt, aus Kaffeebohnen, die von Zivetkatzen gefressen und dann wieder ausgekackt werden. Wird überall angeboten. An touristischen Orten sieht man manchmal auch Zivetkatzen sitzen. Sie sehen eigentlich eher wie Wiesel aus.

Zivetkatze

Obst: Mangos, Litschis, Mangosteen, Jackfruits, Maracujas: Ein Paradies für Obstfresserchen :)

Markt Ubud

Opfergaben: Wer nach Bali fährt, wird sofort die Schalen mit Keksen, Obst und Blumen bemerken, die überall auf der Straße stehen. Die sind für die Götter. Falls du aus Versehen drauf trittst, ist das nicht schlimm, das lässt sich bei der Opfergabendichte kaum vermeiden.

Opfergaben BaliOpfergaben Bali

Regen: Auch in der Trockenzeit hat es öfter mal heftig geschüttet, als ich da war. Plastiktüten für Kameras und Handys mitnehmen. Und früh genug zusehen, dass man im Trockenen sitzt.

Reisfelder: Überall in Ubuds Umgebung zu finden. Perfekt zum Durchspazieren und Staunen.

DSC_1220 Reisfeld UbudUbud, Bali

Schattentheater: heißt hier Wayang. Unbedingt hingehen! Wird zwar auf indonesisch aufgeführt, aber man bekommt einen Zettel, auf dem die Handlung auf englisch erklärt wird. Wer sich langweilt, kann durch ein Fenster hinter die Kulisse schauen. Schon die Herstellung der Figuren ist eine Kunst für sich, sie sind aus Leder geschnitzt und können alle Gliedmaßen einzeln bewegen. 5 Euro Eintritt.

Schattentheater BaliSchattentheater Ubud

Tanah Lot: Wer die Touristenmassen fürchtet, sollte Tanah Lot auslassen, hier trifft man sie in geballter Form, besonders zum Sonnenuntergang.

DSC_0688_2 DSC_0675_2 Tanah Lot Bali

Tanz: siehe Legong

Tempel: Es gibt auf Bali über 20.000 davon. Manche darf man nur mit Sarong betreten. Die bekanntesten sind Tanah Lot (siehe oben) und Ulun Danu Bratan (siehe unten).

DSC_0396 DSC_1179Tempel UbudTempel Ubud

Transport: Mit öffentlichen Bussen fahren war ziemlich umständlich und hat nie direkt ans Ziel geführt. Auf vielen Strecken haben Taxis das Monopol (z.B. zum Flughafen) und es bleibt nichts anderes übrig, als vergleichsweise hohe Preise zu zahlen. Viele Reisende fahren Roller, allerdings wird man ständig von der Polizei angehalten und muss wegen irgendwelchen Nichtigkeiten Strafen zahlen. Das wird auf Dauer auch teuer. Zu allen Tempeln und Sehenswürdigkeiten gibt es Bustouren, die man in jedem Hostel buchen kann.

Ubud: Nicht nur die Stadt der Eat Pray Love Touristen, sondern auch künstlerisches Zentrum Balis. Voller Kunsthandwerksläden, Tanzshows, Cafés und hübsch gemachten Restaurants. In einem Tempel mit Pool wohnen geht nirgendwo anders so günstig wie hier (ab 6 Euro pro Nacht). Die Umgebung ist hinreißend, Straßen sehen aus wie grüne Tunnel, umrahmt von Bäumen, aus denen spaghettiförmige Wurzeln hängen.

DSC_0781_2 UbudBali

Ulun Danu Bratan: Tempel, auch auf den indonesischen Geldscheinen abgebildet. Schöner als den Tempel selbst fand ich den See, an dem er liegt.

DSC_0458_2Tempel Bali

Visum: Visa on arrival gibt es für 35 Dollar, gültig für 30 Tage.

 Was hab ich vergessen? Ab damit in die Kommentare!

Comments

  1. Ja, das finde ich auch! Aber das schreibe ich ja unter fast jeden Blogartikel :)
    Ich liebe deine Bilder einfach Caroline.
    Und ein Artikel über Bali, super! Ich wollte schon immer mal nach Bali. Davon träume ich wirklich schon lange :)

    Liebe Grüße,
    Doro

    1. Author

      Ich freu mich trotzdem jedes Mal :) Liebe Grüße

  2. Hallo. Ja , deine Fotos sind sehr gelungen und ziehen mich in schöne Erinnerungen zurück. Wir haben Bali während eines Monats bereist, wobei wir den Süden wohlweislich ausliessen. Sind während dieser Zeit (April) auch sehr viel und auch weite Strecken mit dem Moped gefahren. Allerdings wurden wir nur einmal von der Polizei angehalten und das auch berechtigt, da wir ohne Helm fuhren. Ansonsten von den restlichen 28 Tagen nicht einmal! Meine persönliche Destinationen-Hitliste auf Bali: Ubud und Umgebung, Ahmed für das Meer, Munduk zum Wandern. Insgesamt hat uns der Nordosten amrbesten gefallen.Wir werden bestimmt bald mal wieder dorthin reisen. Danke noch für den Tipp via Kuala Lumpur zu fliegen. Wir habens über Bangkok gemacht, aber der Flug mit Air Asia hatte da gute 100 € gekostet.

    1. Author

      Danke, Ruth, für die Ergänzung! Da scheint ihr die Bali Experten zu sein

    1. Author

      Gio!!! Thank you! I´ll be back for sure!

  3. Servus Caroline,
    liegt das jetzt an deiner Kamera oder an deinen Fotokünsten, dass du auf diesen Bildern das Licht so klasse eingefangen hast?
    Kilian ;)

    1. Das habe ich mich auch gefragt :D Die Bilder sehen aus, wie aus einem Magazin. Wirklich superschöne Fotos!

  4. Meine Besuche auf Bali sind Ewigkeiten her, aber damals war eigentlich nur Kuta von Australiern belagert. Ansonsten war es ruhig auf der Insel. Ich kann mich an Tempelfeste erinnern mit langen Prozessionen von Balinesinnen, die ganz anmutig ihre hohen und noch höheren Pyramiden aus Opfergaben auf dem Kopf balancierten. Ich kann mich an Hahnenkämpfe erinnern, die auch damals schon verboten waren. Ich denke an schöne, verstecke Wasserfälle, die ersten Kaffeepflanzen, die ich je gesehen haben, an ein kleines Kloster mit buddhistischen (!) Mönchen irgendwo im Nirgendwo, eine Fahrt mit einer Durian im Kofferraum, die dann leider im Gebüsch enden musste (dabei war sie nicht einmal angeschnitten) und viele schöne Momente! Mich haben die Textilien fasziniert, die Tänze, das Schattentheater und ja, die Gelassenheit der Menschen. Schöne Fotos!

    1. Author

      Liebe Jutta, das klingt alles ganz traumhaft. Falls du mal einen Blogpost über Bali schreibst, ich les ihn SOFORT!

  5. Kann nur zustimmen, die Fotos sind fantastisch! Bali ist für mich unterwegs immer eine Art wie “heimkehren”.
    Es hat einfach alles.

    Liebe Grüsse,
    Simon

    1. Author

      Heimkehren trifft´s ganz gut. Vielleicht zieh ich irgendwann wirklich hin, wenn ich alt bin. Dann kann ich den ganzen Tag dasitzen und Opfergabenkörbchen binden

  6. Hallo Caroline,

    dieser Bericht ist wirklich gaaaanz toll, einschließlich der Fotos natürlich! Ich war auch vor ein paar Jahren auf Bali und die Insel hat mich total in ihren Bann gezogen… einfach irgendwie magisch dort. Mal schauen, vielleicht finde ich auch demnächst mal die Zeit, einen Post über diese wunderschöne Insel zu schreiben…
    Übrigens finde ich Deinen Blog wirklich super toll, mach auf jeden Fall weiter so!

    Liebe Grüße

    Melanie

  7. Mit der Polizei hatte ich da auch nie Probleme. Allerdings musste ich mehrmals von alten Frauen Opfergaben für den Roller kaufen. Die hatten sich immer in Sichtweite zur Polizei auf den Strassen postiert. So gabs auch keinen Stress, wenn ich ohne Helm gefahren bin ;)

    1. Author

      Mega Tipp, danke Matze, nächstmal trau ich mich wieder auf den Roller.

  8. Huhu :)
    Bei uns geht es in nicht ganz 4 Wochen auch dorthin!
    Da kommt der Bericht gerade recht :)
    Und übrigens: Deine Fotos find ich wirklich klasse!!! :)

    Liebe Grüße
    Carina

    1. Author

      Danke, liebe Carina, viel Spaß in Bali!

  9. Die Bilder sind wirklich der Hammer!!! Obwohl ich persönlich von Bali weitaus weniger begeistert war. Klar, im Vergleich zu Restindonesien ist es wahrscheinlich relativ ruhig.
    Aber ich finde es hat seinen Zenit was die Touristenkapazität betrifft schon überschritten. Die Insel versinkt im Müll. 65% des Wassers geht für die schicken Selbstfindungsressorts drauf. Neben den Reisfeldern häufen sich die Müllberge.

    Ubud hat zwar tatsächlich ein paar hübsche Cafés und Lädchen, die aber aus meiner Sicht so gar nicht in die lokale Kultur passen, die sich ja hauptsächlich in den Tempeln abspielt.

    Also ich war immer hin- und hergerissen. Vor allem die Menschen fand ich sehr herzlich und nett (bis auf die Flughafenpolizei, die uns unser Geld abgezogen hat! :o) auch die Hindu-Dharma Kultur ist sehr spannend. Tolle Natur gibt’s natürlich auch. Aber nochmal müsste ich nicht hin.

  10. Pingback: August Report - Eirys X

  11. Das ist jetzt gemein ;-) Neben Mexiko steht nämlich Indonesien seht hoch im Kurs, was meine nächste größere Reise betrifft. Nach deinem vorigen Beitrag über chiapas hatte ich mich praktisch schon für Mexiko entschieden. Und dann kommt direkt danach dieser Artikel hier – und schon bin ich wieder am Schwanken :-)

    1. Author

      Haha, jedes Land ist eben auf seine eigene Art schön :)

  12. Super schöne Bilder!! Bali ist wirklich eine großartige Insel. Bisweilen, wie Kuta, sehr touristisch, ein bisschen zu laut, aber die Menschen sind toll. Bis auf die Männer, die wollten mich alle heiraten. Gut dass meine Brüder dabei waren, die hab ich als meine Ehemänner ausgegeben. War Surfen, tauchen, reiten – da hat mich das Pferd gebissen. Der Ritt war trotzdem toll. Über den Strand galoppiert, wie im Film :) …. aah, da kommen die alten Erinnerungen wieder auf.
    Danke für den schönen Artikel.

    Ganz liebe Grüße
    Nela
    http://travel.asktherabbit.net

    1. Author

      Liebe Nela, haha an die Männerprobleme kann ich mich auch seeehr gut erinnern, die waren echt nervig

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