Sicherheit Guatemala

Guatemala: Warum du die Sicherheitshinweise NICHT beachten solltest

In Inspiration, Reisen by shavethewhales48 Comments

Ich weiß noch, wie mir vor meiner Reise von allen gesagt wurde, wie gefährlich Guatemala sei. Übrigens nur von Leuten, die nie selbst da waren. Mir wurde so viel Angst gemacht, dass ich kurz davor war, doch nicht zu fliegen. Ich bin heilfroh, nicht auf die warnenden Stimmen gehört zu haben, denn Guatemala wurde eines meiner Lieblingsländer.

Ein paar Dinge beachten sollte man trotzdem. Ich habe euch hier eine von mir kommentierte Reisewarnungen zusammengestellt. Ich war 2007 für zwei Monate im Land und 2011 nochmal für eine Woche.

Das Auswärtige Amt sagt: In Guatemala besteht eine erhöhte Gefährdung Reisender durch Kriminalität. Erpressungen, Entführungen und besonders bewaffnete Raubüberfälle sind weit verbreitet. Die Mordrate gehört – trotz eines leichten Rückgangs in den letzten Jahren – immer noch zu den höchsten der Welt. Überfälle werden außer auf Einzelpersonen auch auf öffentliche Busse und gelegentlich auf die vielfach angebotenen privaten Shuttle-Transporte zwischen den touristischen Zentren verübt.

Klingt abschreckend. Die Busse, in denen ich gefahren bin, wurden aber nie überfallen. Wenn das doch passieren sollte, gibt man das Geld, was man dabei hat, einfach ganz schnell ab, dann nur darauf haben es die Räuber abgesehen. Die Mordrate hat das Land eher den Grenzgebieten im Norden zu verdanken als den Touristenorten. Ich bin nie mit viel Bargeld rumgelaufen und habe Karten und Pass immer in einer dieser Umschnalltaschen gehabt, die man unter der Kleidung trägt.

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Das Auswärtige Amt sagt: Gelegentlich werden Straftaten auch durch uniformierte Sicherheitskräfte bzw. Personen in Uniform begangen.

Sie stehen in Antigua an jeder Ecke, aber sie sind nicht immer dein Freund. Ein Polizist, den ich nachts, als ich aus dem Club kam, nach dem Weg fragte, fing an, mich zu durchsuchen und nahm mir mein Geld ab. Es war nicht viel und alle wichtigen Dinge hatte ich im Hostel gelassen, trotzdem ein gruseliges Erlebnis. Wahrscheinlich ein Schurkenpolizist unter vielen anderen, die freundlich und hilfsbereit waren. Nachts draußen rumlaufen dennoch möglichst vermeiden.

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Das Auswärtige Amt sagt: Neben der allgemeinen Straßenkriminalität ist Guatemala Schauplatz von gewaltsamen Auseinandersetzungen unter Drogenkartellen sowie zwischen Drogenkartellen und den staatlichen Sicherheitskräften, bei denen es immer wieder auch zivile Opfer gibt. Die Hemmschwelle beim Einsatz von Gewalt ist sehr niedrig. Informieren Sie sich jeweils lokal, ob es in der Gegend Orte gibt, die nicht aufgesucht werden sollten.

Von den gewaltsamen Auseinandersetzungen habe ich nichts gesehen. Von den Drogen schon. Da waren die alten Mütterchen mit den Brotkörben auf dem Kopf, die beim Näherkommen ihr Mäntelchen öffneten und mir Koks, Pilze und Gras anboten. Die Horden von Israelis und Australiern, die Monate am Lago Atitlán wohnten, wegen der sensationellen Drogenpreise. Und Maria, die Dealerin, die man in San Pedro La Laguna in ihrer Villa mit riesigem Flachbildfernseher besuchen konnte, um Bestellungen aufzugeben. Ich fand das eher amüsant als bedrohlich.

Das Auswärtige Amt sagt: Landesweit kommt es vermehrt zu Kredit- und EC-Kartenbetrug, sowohl bei der Benutzung an Geldautomaten als auch beim Bezahlen. 

Ist mir nie passiert.

Das Auswärtige Amt sagt: In Bars und Discotheken kommt es gelegentlich zur Anwendung von K.O.-Tropfen in offenen Getränken, um die handlungsunfähige Person anschließend auszurauben.

Ist mir auch nicht passiert. Wahrscheinlich ist es trotzdem besser, aus Flaschen zu trinken. Wie in jedem Club überall auf der Welt.

Das Auswärtige Amt sagt: Die öffentlichen Busse sind zumeist in schlechtem technischem Zustand, so dass beträchtliche Unfallgefahr besteht.

Da muss ich leider zustimmen. Die Unfallgefahr wird erhöht durch den schneidigen Fahrstil, sowohl in Kurven und als auch auf Gebirgsstraßen ohne Leitplanke. Meiner Meinung nach ist das die größte Gefahr in Guatemala.

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Das Auswärtige Amt sagt: Sie sollten während der Reise in Überlandbussen und in den Busbahnhöfen ständig auf Ihr Gepäck achten und es möglichst nicht auf das Dach des Busses verladen lassen.

Völlig utopisch. Die Busse, in denen ich gefahren bin, sind so voll, dass innen nirgendwo Platz für einen Rucksack ist. Der kommt sofort aufs Dach, da gibt´s keine Diskussionen.

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Das Auswärtige Amt sagt: Vulkane sollten nur mit landeskundiger Begleitung und/oder in Gruppen bestiegen werden.

Macht Sinn. Gruppen und Guides kann man überall in Antigua finden. Es gibt einen aktiven Vulkan, den man hochwandern kann, Pacaya. Das Schöne ist, dass man dort keine Zäune, keine Warnschilder und keine Aufpasser finden wird. Jeder kann so nah an die Lava ran, wie er möchte. Ich mag es, wenn man mir so viel eigenes Urteilsvermögen zutraut. Man muss nur aufpassen, dass die Sohlen der Schuhe nicht schmelzen, manchmal ist auch eingetrocknete Lava noch sehr heiß.

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Das Auswärtige Amt sagt: Es wird empfohlen, nur Hotels mit einem gewissen Mindeststandard zu wählen. Hinterlassen Sie im Hotel eine Nachricht, wohin Sie unterwegs sind und wann Sie ungefähr zurückkehren wollen.

Ich fand die Hostels super, ich wüsste nicht, warum ich sie meiden sollte. Es gab Schließfächer, nettes Personal, gute Preise und vor allem: Stimmung. Ich habe Tage im Hängemattengarten eines Hostels namens Zoola am Lago Atitlan verbracht und mit den Leuten geredet, die in der Hängematte neben mir lagen. In teuren Hotels (wo ich meist eher ältere Leute und Paare treffe) wäre mir der ganze Spaß entgangen.

Das Auswärtige Amt sagt: Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern.

Ich glaube, das ist der wichtigste Satz. Alles ist relativ. Das Auswärtige Amt tut seine Pflicht sehr gründlich. Nur ich glaube, wer zu lange über Sicherheitshinweise nachdenkt, wird danach auch auf einer Fahrradtour durch Sachsen-Anhalt überall Gefahren wittern. Würde man die Straftaten, Unglücke und Überfälle, die in den letzten zehn Jahren in Deutschland passiert sind, auflisten, vielleicht würde man sich auch hier unsicher fühlen. Damit macht man sich nur unglücklich.

Die aufgezählten Gefahren sind alle da, aber es steht nie dabei, wie oft sowas passiert. Und auch nicht, wie oft stattdessen gute Dinge passieren. Dass man von dem Einheimischen umsonst in die nächste Stadt gefahren wird anstatt ausgeraubt.

Dass es sich allein wegen der Menschen lohnt, hinzufahren. Auch wegen der anderen Reisenden. Mir ist sofort aufgefallen, dass das ein ganz anderer Schlag Mensch war als in vermeintlich sicheren Reiseländern wie Australien. Ich habe Menschen getroffen, die sich von 12 Meter hohen Brücken in zweifelhafte Gewässer stürzten. Die mich auf eine Tour durch unterirdische Wasserhöhlen begleiteten, nur mit einer Kerze als Lichtquelle. Plötzlich kam ich mir gar nicht mehr so unvernünftig vor, plötzlich war ich die Vorsichtige, die nicht die Brücke runterspringen wollte, weil mir das gefährlich schien.

Das alles waren Menschen, die so voller Zuversicht waren, dass sie sich niemals vorstellten, ihnen würde je etwas zustoßen. Sie dachten einfach nicht daran. Und genau das ist manchmal der Grund, warum wirklich nichts passiert. Ich bin mal mit einer Frau aus São Paulo gereist, sie hat mir auf der Straße die Menschen gezeigt, die man sich für einen Raubüberfall aussuchen würde. Das hat viel mit Körperhaltung zu tun. Wenn jemand vor allen Angst hat, sieht man ihm das an. Und es macht ihm zu einem guten Opfer.

Vielleicht sind Länder wie Guatemala für die sehr Besorgten keine geeigneten Länder. Wahrscheinlich fahren am ehesten die Menschen hin, die keine Sicherheitswarnungen lesen. Die den Mut haben, loszufahren und sich selbst ein Bild zu machen. Ich habe Visionäre, Träumer, Abenteurer getroffen. Was ist das für ein Abenteuer, wenn man vorher schon genau weiß, was passiert und was nicht? Alleine um sie zu treffen, hat es sich gelohnt, nach Guatemala zu fahren.

Wenn du noch mehr Gründe brauchst, hier:

1. Die Farben der Häuser in Antigua

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2. Maya Trachten mit aufgestickten Vögeln und Weintrauben

3. Das Gefühl, wenn ein Lavastrom an deinen Füßen vorbeizieht

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4. abgefahrenes Obst

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5. Spanisch Einzelunterricht für 3 Dollar pro Stunde (keine Gewähr, das war 2007)

6. In Semuc Champey in kristallblauen Pools baden, während unter den Pools ein riesiger Wasserfall rauscht

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7. Lago Atitlán

8. Märkte (am besten in Chichicastenango und Antigua)

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9. Den letzten Überlebenden von Buena Vista Social Club in Antigua treffen (tritt da regelmäßig auf)

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10.Riesenbäume in Tikal

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11. jede Menge Maya Pyramiden (die schönsten sind in Tikal)

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12. Fledermaushöhlen (bei Lanquín)

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13. Holzmasken

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Lieblingshostels: Black Cat in Antigua, Zoola in San Pedro La Laguna, El Retiro in Lanquin

Comments

  1. Liebe Caroline, das hast du sehr anschaulich geschrieben und die Fotos sind wunderschön!

  2. Sehr schön geschrieben und absolut richtig! Ich lebe nun seit 5 Jahren in Guatemala und noch nie ist mir etwas dergleichen passiert! Aber man sollte trotzdem vorsichting sein! Gefahrenquellen gibt es überall!

    1. Author

      Danke, Daniel. Wieder ein Grund mehr, hinzufahren :) Viele Grüße nach Guatemala!

  3. Habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, als ich in Guatemala war. Eigentlich sollte das nur ein Abstecher aus Mexiko sein, dann sind wir aber fünf Wochen dort geblieben. Tolles Land, tolle Leute und wenn man nicht gerade Schmuckbehangen durch die Seitenstraßen spaziert auch sicher.
    Trotzdem muss man wohl Verständnis für die Warnungen des Auswärtigen Amts haben. Deren Einschätzungen sind eben etwas übervorsichtig.

  4. Toller Artikel – sowohl die Interpretation des AA als auch die anschließenden Bilder von GUA.

    Mit dem AA ist es aber wirklich so wie beschrieben: es wird ziemlich übertrieben, aber das muss das AA nun mal auch machen. Das hat erstens rechtliche Gründe (wenn nicht gewarnt wird, macht man sich sicher irgendwie rechtlich angreifbar) und zweitens würde es doof klingen, wenn dort stehen würde “in den letzten 3 Jahren ist es zu insgesamt 2 Überfällen auf deutsche Touristen gekommen”. Das ist nämlich die Definiton von “gelegentlich”. Besonders deutlich wird das vor allem bei den kleinen Karibikinseln wie Trinidad+Tobago, Dominica, St. Lucia etc.
    Da man hier die Nachrichten als Karibikbewohner sehr gut verfolgen kann, sieht man ziemlich exakt, welche Formulierung auf welchen Vorfall zurückzuführen ist. Und da ist es nun einmal so, dass ein einzelner Vorfall reicht, um in einer überspitzten Formulierung des AA Einzug zu finden.

    Aber spätestens bei deinen anschließenden Fotos vergisst man solche Warnungen ganz schnell – macht ganz viel Lust, auch nach Guatemala zu reisen! :-)

  5. Pingback: Tellerrand-Ausguck 01/2014 – was gibt’s bei anderen Reiseblogs im Januar? | My Travelworld

  6. Super Bericht! Sehr aufschlussreich. Habe ähnliches auch in anderen ländern bereits erlebt, dass sich die weit verbreitete meinung null die realität wiederspiegelt.
    Aber es beruhigt mich auch, da ich geplant habe in nächster zeit duch nahen osten und afrika zu reisen und wenn man nach den warnungen geht sollte man diese regionen komplett meiden. Man macht sich ja doch so seine gedanken. mal sehen, wird sapnnend. Viel spaß noch beim reisen….

    1. Author

      Super, dass du trotzdem hinfährst, nach Ostafrika! Ich kann nur sagen, dass mich das mutig sein immer weiter gebracht hat als das vorsichtig sein…

  7. Schöner Beitrag! Wenn ich dasselbe erzähle, kommt man mir oft mit dem Totschlagargument: “Jaa, für dich als Mann ist das auch alles viel einfacher…” – Schön, das mal aus dem Mund eines zierlichen Mädels zu lesen :)

    1. Author

      Danke Timo. Find ich so gar nicht, dass Reisen für Männer einfacher ist. Mir wird viel weniger Misstrauen entgegen gebracht, besonders von einheimischen Frauen, deshalb wird mir schneller weitergeholfen, ich werd öfter zu Familien eingeladen und ich krieg keine Probleme, wenn ich Kinder fotografiere. Nur in Ländern der extremen Anmachen ist´s als Mann leichter, denk ich…

  8. Wir sind 2007 zu viert durch Nicaragua, Guatemala, Honduras und Belize gereist und ich kann deinen Punkten nur zustimmen. Wir hatten nirgends Schwierigkeiten. Trotzdem ist es sicherlich von Vorteil, wenn man sich nicht all zu lang in den jeweiligen Hauptstädten aufhält (wir sind in Guatemala Stadt und Tegucigalpa jeweils nur umgestiegen).

    1. Author

      Danke Anita! Und: lustig, 2007 war ich auch zum ersten Mal da. Vielleicht saßen wir sogar mal im gleichen Bus :)

  9. Toller Bericht dem ich voll und ganz zustimme. Auch Mexiko wird oft mit Unsicherheit und Kriminalität gleichgesetzt. Ich habe das nicht erlebt. Auch habe ich die Grenze im Landesinneren von Guatemala nach Mexiko überquert. Klar waren Schleuser und vielle Flüchtlinge dabei. Ich habe mich mit ihnen gefreut dass sie es am Ende des Tages “geschafft” hatten…auch wenn ich denke, dass ihnen als Drogenschmuggler von Mexiko nach USA kein besseres Leben blüht…

  10. Pingback: Gefährlich? Keine Angst vor Guatemala, Honduras und El Salvador

  11. Pingback: Andere Reiseblogger gefragt: Eure Lateinamerika Highlights

  12. Ich sehe die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts auch sehr kritisch. Ich hab selber mal auf einer Botschaft gearbeitet und hab da am Rande mitbekommen, wie diese Warnungen entstehen. Ich sag nur: Bürohengste schreiben das.

    Trotzdem heisst das natürlich nicht viel, dass dir nichts passiert ist. Ich habe in Guatamala jemanden kennengelernt, der überfallen wurde. Da ist zwar nichts weiter passiert, aber die Räuber waren mit den Passagieren recht rabbiat. Mir selber wurde in Guatamala der Rucksack gestohlen. Und der war im abschliessbaren Bereich, zu dem eigentlich nur der Fahrer Zugang gehabt hat oder hätte haben sollen.

    Ich habe damals den Bus nach Chiapas genommen. Eine wunderschöne Strecke, aber in den Schluchten sah in mindestens fünf ausgebrannte Reisebusse. Ich habe natürlich keine Ahnung, wie lange die dort unten lagen. Aber der Strassenverkehr ist sicher ein Problem.

    1. Author

      Hey Oli, genau das habe ich auch immer gedacht, dass ich am ehesten in einem der Busse sterben könnte, der Fahrstil und die Abhänge waren schon krass…

  13. Super Beitrag ich fürchte mich leider auch am meisten vor den Bussen. Gibt es zum Beispiel bei den Transportanbietern unterschiede ? Ich würde auch mehr bezahlen wenn man sich sicherer fühlt. Oder fahren alle so chaotisch und unvorsichtig ?? Danke dir!! Dein Kommentar die Abhänge sind schon krass lässt mich doch sehr zweifeln ob ich wirklich nach Guatemala soll

    1. Author

      Hey Kerstin, danke! Ja, es gibt auch private Kleinbusse, die du mit Gruppen mieten kannst oder Taxis. Die könntest du auf den sehr gebirgigen, gefährlichen Straßen nehmen…Tut mir leid, dass ich dir Angst gemacht hab, nur die eine Gefahr finde ich eben doch wichtig, vorher zu kennen

  14. Hallo Kerstin,

    Ich bin seit 2005 jährlich in Guatemala, seit 2009 begleite ich Gruppen hin und von Dezember 2008 bis März 2010 hab ich sogar dort gelebt. Bei all den Aufenthalten hab dieselben Erfahrungen gemacht, wie Shave the Whales (danke Dir für den tollen Artikel!).
    Bzgl Transport kann ich bestätigen, dass die meisten Touristischen Unternehmen recht gut sind. Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit ADRENALINA TOURS. Die verwende ich immer für meine Gruppen. Haben sehr gute Fahrer und Busse. Ausserdem engagieren sie sich auch sozial, was mir wichtig ist und weshalb ich auch bereit bin, ev. ein paar Quetzales mehr zu zahlen.
    Bin gerade erst wieder von einer Reise (mit Adrenalina) durch Guatemala zurückgekommen und es war, wie immer, phantastisch.

    Falls Du hinfliegst, alles Gute und eine wunderschöne Zeit dort!!!
    Lg Veronika

  15. find ich toll, dass du die reisewarnungen ins rechte licht rückst – wenn es nach denen ginge, könnte man kaum ein land, das nicht direkt im westlichen kulturkreis liegt, besuchen. dass grundlegende armut großer bevölkerungsschichten in vielen erdteilen natürlich verlangt, dass man sich anders verhält als hier in europa sollte schon der hausverstand sagen. ich hatte in in guatemala damals auch keine probleme.

  16. Hallo,
    schöner Beitrag. Ich selbst war 2012 in Guatemala und bin tatsächlich überfallen worden(Bus Antigue nach San Predro /Laguna – Lago Atitlan). Ich war also einer der wenigen, die sozusagen Pech hatten. Meine Empfehlung: egal in welches Land in Zentral- / Südmerika man reist: Man muss damit rechnen, dass einem so etwas passieren kann. ABER ich bereue deswegen nicht, dort gewesen zu sein.
    Ich war insgesamt 8 Monate unterwegs und habe selbst viele Opfer von Überfällen kennenlernen dürfen. Die wenigsten würden aufgrund einer solchen Erfahrung auf das Erlebnis bzw. die Reise verzichten. Aber deshalb finden Überfälle trotzdem statt und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes haben ihre Berechtigung.

    vg

  17. Liebe Caroline,

    du hast so recht mit deinen Worten. Gerade bin ich aus Guatemala zurück und ich habe es dort absolut geliebt! Unsicher gefühlt habe ich mich wirklich nirgends und ich kann jedem nur empfehlen sich dieses traumhafte Land anzusehen.

    Eine gute Portion gesunden Menschenverstands sollte da wohl immer dabei sein und man sollte es vermeiden sich in Situationen zu bringen, die einem auch in der Heimat ein mulmiges Gefühl verpassen. Der einzige Ort, den ich wirklich möglichst meiden würde, ist die Hauptstadt. Ansonsten einfach alle Eindrücke aufsaugen und jede Sekunde genießen!

    Deine Fotos sind wirklich klasse!!!

    Viele liebe Grüße
    Anja

    1. Author

      Liebe Anja, du sagst es! Schön, dass es trotzdem Leute gibt, die sich ihre eigene Meinung über das Land bilden! Happy travels dir

  18. Liebe Caroline,

    dein Block hat mir sehr geholfen. Wir (mein Mann und ich + unsere 15-jährige Tochter) werden dieses Jahr Guatemala bereisen, allerdings nicht als klassische Rucksacktouristen mit Bussen, sondern mit einem Mietwagen. Wir hoffen daß das problemlos möglich ist, wir sicher fahren können und auch das Auto samt Inhalt überall sicher geparkt werden kann.
    Wir freuen uns schon sehr auf dieses vielseitige Land, obwohl auch wir zuhause immer gefragt werden, warum wir uns denn der Gefahr aussetzen wollen. Wir haben vor 17 Jahren Mexico bereist (auch mit dem Mietwagen) und ich denke, daß es zur damaligen Zeit dort gefährlicher war als im jetzigen Guatemala. Wir fühlten uns trotzdem immer sicher.

    Deine Fotos haben uns schon viel “Appetit” auf unseren Urlaub gemacht.

    Liebe Grüße,
    Sylvia

    1. Author

      Liebe Sylvia, lieben Dank für den Kommentar, da freu ich mich, dass ich euch helfen konnte! Das ist eine super Idee, das mit dem Mietwagen, da könnt ihr ganz individuell überall anhalten, wo es schön ist! Und schöne Orte gibt’s in Mexiko soo viele! Gute Reise wünsche ich! Liebe Grüße, Caroline

      1. Liebe Caroline, vielen Dank für die Wünsche. Wir werden aber durch Guatemala fahren, nicht durch Mexico. Ich denke aber, in Guatemala gibt’s auch viele schöne Orte ;-) In 3 1/2 Wochen geht’s los, ich freu mich schon.

        1. Author

          Da hab ich Mexiko gemeint und Guatemala geschrieben. Pardon :)

  19. Hallo Caroline,

    dein Bericht hat mich bestärkt, da ich im November für 4 Wochen Mexico, Belize und Guatemala bereisen möchte. Gibt es in Guatemala eine Möglichkeit einen privaten Fahrer für 5 -6 Tage zu buchen ? Und kannst du mir sagen, ob ich einen Flug von Guatemala nach Belize bekomme?? Was ist ein Muss in Guatemala?

    Vielen Dank, herzliche Grüsse
    Sonja

    1. Hallo Sonja,

      wir sind vor 4 Wochen von unserer ersten Guatemala-Reise zurück gekehrt. Und auch wir waren total begeistert.
      Wenn du alles, was wir als Muss in Guatemala empfunden haben, mußt du 4 Wochen dort bleiben. Unsere 3 Wochen haben nicht gereicht, deshalb werden wir wohl irgendwann nochmal wiederkommen müssen. Wieviel Zeit hast du in Guatemala?

      Wir hatten übrigens selbst ein Auto gemietet und sind selbst gefahren.

      Viele Grüße,
      Sylvia

      1. Author

        Liebe Sylvia, vielen Dank für deine Rückmeldung, wie schön, dass es dir gefallen hat! Und dass das mit dem Autofahren geklappt hat, das hab ich auch noch nie gemacht! Ich war einen Monat in Guatemala, trotzdem habe ich nicht alles gesehen. Was waren denn eure Highlights? Liebe Grüße, Caroline

        1. Hallo Caroline,
          ich kann dir nicht wirklich sagen was unsere Highlights waren, das Land als Ganzes hat uns total fasziniert. Wir fanden den Markt in Chichicastenango toll, dann die Fuentes Georginas bei Xela, wo wir mit großem Glück eine Nacht bleiben konnten und die heißen Quellen abends und morgends ganz für uns hatten (Übernachtung klappt dort eigentlich nur mit Vorreservierung UND Anzahlung). Die Laguna Lachua ist toll, dort sollte man auch eine Nacht bleiben. Wenn man nicht gerade freitags oder samstags dort ist, bekommt man auch kurzfristig eis der wenigen Zimmer an diesem paradiesischen Plätzchen. Die Ruinen von Yachxa haben uns viel besser gefallen als Tikal, auch das lag sicher daran, daß wir diese ganz für uns allein hatten. Und dann kann ich uneingeschränkt die Finca Ixobel bei Poptun empfehlen. Wir haben dort eine Tageswanderung zur Cueva del Rio mit Führer gemacht, war sehr schön. In Semuc Champey hatten wir leider Pech, das hatten wir uns eigentlich als Highlight für den Schluß aufgehoben. Aber wegen Uneinigkeiten der Mayas und der Regierung fand dort ein paar Tage vorher eine Razzia statt und das Gebiet war leider geschlossen und von Militär bewacht. Wir müssen also nochmal wiederkommen ;-)

          1. Author

            Hallo Sylvia,
            danke für so viele tolle Tipps! Ich sehe schon, ich muss auch dringend nochmal nach Guatemala :)

    2. Author

      Liebe Sonja, oh, das freut mich, du wirst es nicht bereuen! Klar, die Möglichkeit gibt es, frag am besten direkt vor Ort und vergleich die Preise ein bisschen. Und ja, von Flores nach Belize gibt es Flüge, allerdings nicht ganz günstig. Weißt du deine Reisedaten schon? Dann würde ich das weit im Voraus buchen. In Guatemala fand ich am schönsten: Antigua, Flores, Semuc Champey. Happy travels und alles Gute! Caroline

  20. Hallo Sylvia,

    was habt ihr Euch für ein Auto gemietet, Pick up? Hattet Ihr Navi oder Strassenkarte? Wir sprechen beide sehr schlecht Spanisch..Wir landen in GuatemalaCity Abends und müssen dann noch nach Antigua 2 Nächte, haben dann Coban 2 Nächte Flores2 Nächte, Rio Dulce 2 Nächte und zum Schluss 3 Nächte am Atitlan See. Kann man das als Selbstfahrer bewältigen? Überlege ob wir das Auto in Antigua G. mieten und dort abgeben bevor wir an den Atitlansee fahren. DAnke für Rückantwort, Grüsse Sonja

    1. Hallo Sonja,

      oje, ich sehe deine Frage jetzt erst, habe dir gar nicht geantwortet. Wie habt ihr es jetzt gemacht?
      Wir hatten einen SUV mit Allrad gemietet, am Atitlansee war das stellenweise schon sehr hilfreich. Ansonsten waren die Straßen allgemein in viel besserem Zustand als wir erwartet hatten. Selbst fahren war für uns kein Problem. Allerdings hatten wir ein Navi. Die großen Orte sind aber auch relativ gut ausgeschildert.

      Mit dem Spanisch hat uns unsere Tochter weitergeholfen. Sie lernt das in der Schule und konnte es recht gut anwenden. Die Einheimischen hat das sehr gefreut, die haben sich gern mit ihr unterhalten. Mit Englisch kommt man nur in den touristischen Hochburgen weiter.

      VG, Sylvia

  21. Hallo,

    Ich spiele auch mit dem Gedanken, im April drei Wochen allein nach Guatemala zu reisen und fühle mich durch eure Berichte bestärkt!
    Noch ne frage: im lp und Rough Guide steht, Frauen sollten möglichst Röcke bis zum Knie/leichte Hosen und t Shirts tragen… das sieht ja auf den Fotos anders aus, sprich: seid ihr in Shorts und Tops schräg angeguckt/ vermehrt angemacht worden?

    Liebe Grüße, Andrea

    1. Author

      Liebe Andrea, das freut mich sehr, dass wir dich bestärken konnten, du wirst Guatemala lieben! Shorts und Tops sind fast nirgendwo in Zentralamerika ein Problem, viele Einheimische laufen da genauso rum. Ich wurde in Guatemala nie dumm angemacht, da würde ich mir keine Gedanken machen.
      Liebe Grüße und gute Reise!

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  23. Solche Länder kämen für mich niemals als Reiseziel in Frage.
    Ich reise immer in die USA , vor allem nach Texas

  24. Völlig überfüllte Busse, Drogen überall, nachts darf man nicht raus und Polizisten überfallen einen. Nein danke.

  25. Liebe Caroline,
    dein Blog war der wesentliche Grund, dass ich trotz Lesen der Sicherheitshinweise des AA eine Reise nach Guatemala im November gebucht habe :-) Mit anschließender Weiterreise nach Belize und Yucatan.
    Danke für die tolle Schilderung deiner Erlebnisse und deinen wunderbaren Schreibstil!
    Alles Gute auf deinen weiteren Reisen
    Gruß aus Hamburg,
    Sven

    1. Author

      Lieber Sven,
      danke für deine Worte und ich glaube, das hast du sehr richtig entschieden! Hab eine wunderbare Reise!
      Liebe Grüße, Caroline

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