Meteora Klöster

Griechenland: Die Meteora Klöster – Von Felstürmen und Wohnen auf Wolken

In Reisen by shavethewhales5 Comments

Wie Türme ragen die Felsen Meteoras aus dem Tal hervor, auf ihrer Spitze sitzen perfekt gebaute Kloster, als sei so eine Felsenklippe der normalste Ort der Welt zum Bauen. Die Mönche und Nonnen, die hier noch wohnen, wohnen so hoch, dass sie beim Aufstehen hinab auf die Wolken sehen können. Dafür müssen sie jedes Mal, wenn sie die Meteora Klöster verlassen, tausende von Stufen runter und wieder hochlaufen.

Die ersten Klöster sind im 11. Jahrhundert entstanden. “Wie zum Teufel haben die hier gebaut?” In den Gesichtern unserer Gruppe stehen Fragezeichen. George, unser heimischer Tourguide erklärt uns, dass christliche Mönche zu der Zeit verfolgt wurden. Aus Angst vor Folter suchten sie sich die entlegensten Orte, die sie finden konnten. Ihre Klöster waren nur über Strickleitern erreichbar, die sie einholen konnten, sobald ein Angreifer kam.

Das Felsenklettern machte die Meteora Mönche zu den ersten Extremsportlern. Heute zieht es Klettersportler nach Meteora, an manchen der Felsen sieht man kleine Haken, an die man Kletterseile binden kann.

Die bekanntesten Meteora Klöster kann man von den Aussichtsplattformen an der Straße sehen. Das allein ist schon sehr beeindruckend. Die besten Dinge findet man aber, wenn man durch Meteora wandert. Verfallene Klöster, Schafherden, verwunschener Wald voll moosbewachsener Bäume und Pilze. Landschaften, die eher nach Island als nach Griechenland aussehen. Sowieso ist es mir gerade ein Rätsel, wieso man bei Griechenland immer nur an Strand und Inseln denkt und nicht an diese Landschaften. Wieso war mir nichtmal der Name Meteora überhaupt ein Begriff, bevor ich herkam?

Vielleicht weil die Menschen hier gar nicht an großen Touristenmassen interessiert sind. “Das ist nicht der richtige Ort für Massen, Lärm und Müll” sagt George. Eigentlich möchten die Menschen aus Kalambaka, der nächstgelegenen Kleinstadt, lieber die Gäste haben, die Meteora zu schätzen wissen, wandern gehen, Ruhe genießen, ein bisschen länger dableiben.

Die Mönche und Eremiten gehen den Touristen gezielt aus dem Weg. Macht Sinn, sie sind ja wegen der Einsamkeit hergezogen. Die Klöster kann man sich trotzdem ansehen. Lange Kleidung ist wichtig. Frauen, die Hosen tragen, wird am Klostereingang eine Schürze umgebunden.

Kalambaka erreicht man von Athen aus mit dem Bus oder Zug, die Fahrt dauert 5 Stunden und kostet pro Strecke 20 Euro. Zugtickets kann man erst am Abreisetag kaufen, vorher zum Bahnhof fahren ist zwecklos.

Vielen Dank an Visit Meteora für die Einladung.

Meteora KlosterMeteora WaldMeteora Landschaft Meteora Felsen Meteora KLOSTER METAMORPHOSISMeteora KLOSTER METAMORPHOSISMeteora MoosMeteora KLOSTER METAMORPHOSISKLOSTER METAMORPHOSIS AussichtspunktMeteora WaldKloster MetamorphosisMeteora KLOSTER METAMORPHOSIS

Comments

  1. Ich habe dieses Jahr auch das erste Mal von diesem Ort gehört. Eine Leserin hat ihn mir vor ein paar Monaten empfohlen. Ich war zwar noch nie in Griechenland, muss aber gestehen ich denke auch eher an Strand und Inseln ;)

    Wie immer bin ich ein großer Fan Deiner Fotos und der Tipp zur Anfahrt ist sehr hilfreich!

    LG Synke

    1. Author

      Ging mir vorher nicht anders, dabei war´s sogar schonmal Filmkulisse für James Bond. Und ja, für Fotos perfekt, du würdest deine Freude haben :)

  2. Pingback: Things I loved in November {Rückblick} - Travelroads

  3. Ganz tolle Fotos! Ich war das letzte Mal als Kind dort und hab nicht mehr ganz so viele Erinnerungen daran. Nach deinen Fotos freue ich mich umsomehr auf meinen Roadtrip im Sommer die Meteora Klöster endlich mal wieder zu besuchen! :)

    Schönen Blog hast du- man merkt du steckst viel Herzblut hinein :)

    Ganz lieben Gruß aus den Niederlanden!

    1. Author

      Liebe Franzi,
      tausend Dank für deine Grüße, ich find´s immer total spannend, wie anders man einen Ort erlebt, wenn man nach so langer Zeit zurückkommt, teil hier gern deinen Link, wenn der Bericht fertig ist.
      Sonnige Grüße aus Hamburg,
      Caroline

Leave a Comment